Im letzten Jahrzehnt bürgerte sich in den Artikeln der TM-Forscher der Begriff Automatic Self Transcending (AST) für die in der TM benutzte spezielle Meditationstechnik ein. Er hebt im Kontrast zu konzentrativen Meditationsmethoden den „Automatismus“ des Transzendierens hervor, der ein Ergebnis der Einfachheit der Technik ist. Automatic Self Transcending erlaubt der Aufmerksamkeit, in fortschreitend subtilere und tiefere Ebenen abzutauchen. Konzentration würde diesen Vorgang verhindern und die Aufmerksamkeit fixieren. Die tiefste Ebene des Bewusstseins – turiya – stellt einen natürlichen Attraktor dar, dessen Anziehungskraft dafür verantwortlich ist, dass der Vorgang des Transzendierens völlig ohne eigenes Dazutun, quasi automatisch abläuft. Daher ist ein Hauptmerkmal des Automatic Self Transcending die Einfachheit und Anstrengungslosigkeit (simplicity, effortlessness) der Meditation – eine Technik des „Nicht-Tuns“ und Zulassens der Wirkung des Attraktors, ein Nachgeben und Zulassen der Anziehungskraft.
Westliche Forscher ohne eigene TM-Erfahrung haben sich bis heute schwer getan, den Unterschied zwischen Automatic-Self-Transcending als spezifische TM-Technik und konzentrativer Meditation zu verstehen.
Viele haben aber in den letzten Jahrzehnten seit der Meditations- und Yogawelle aus dem Osten in den Westen selbst die Erfahrung gemacht, dass beim Meditieren jedes Aufkommen von Wünschen oder jedes Analysieren, jedes Manipulieren, jedes Erwarten den Geist unter Stress (Anspannung, Aktivation) setzt. Grundlegende Akzeptanz ist daher Voraussetzung und Basis dafür, dass wir nicht in die Falle des Bewertens und Urteilens unserer Erfahrungen während der Meditation tappen. Die geringste Absicht, sich zu konzentrieren oder etwas zu erwarten oder zu produzieren, "meditationsmäßig herzustellen", erzeugt Anspannung, schließlich Enttäuschung oder Resignation.
Bereits der kleinste Gedanke, „ich muss transzendieren“, nicht einmal „muss“ .... „vielleicht gelingt es mir dieses Mal“, selbst eine minimale Erwartung setzt dem Vorgang des Transzendierens und Loslassens ein Hindernis, einen Widerstand entgegen. Unschuldige Meditationshaltung wird damit verscheucht und mit Vorstellungen, "wie es doch besser sein sollte", belastet. Erfolgsdruck baut sich dann auf. In Begriffen der Verallgemeinerten Quantentheorie fassen wir Konzentration und Automatic Self Transcending als komplementäre Beschreibungsgrößen auf, die sich wechselseitig ausschließen, jedoch beide sind Teile des seelischen Ganzen.
So versteht man besser, warum es bisher niemandem gelang, Meditation (TM) durch ein (Hör)Buch oder YouTube oder aufgrund einer rein intellektuellen Erklärung zu lernen. Die Initiation öffnet dem Lernenden lediglich die Türe zur Erfahrung seiner bereits vorhandenen eigenen spirituellen Innenwelt.